Dr. Alfred Spälti

Leidenschaftlicher Elektrotechniker

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Dr. Alfred Spälti durfte auf ein langes, erfülltes Leben zurückblicken, als er am 13. November 2014 im Alter von 97 Jahren friedlich einschlief. Er wuchs in Rümlang und Effretikon auf und begann 1935 sein Studium an der Abteilung für Elektrotechnik an der ETH Zürich. Fünf Jahre später wurde er Assistent von Karl Kuhlmann, Professor für theoretische Elektrotechnik und Elektromaschinenbau, wo er seine Promotionsarbeit über ein «Röhrengerät zur Messung von Leistung, Spannung und Strom» verfasste.

Später arbeitete der leidenschaftliche Ingenieur bei der Albiswerk Zürich AG, bei der Brown, Boveri & Cie (heute ABB) und lange Zeit bei Landis+Gyr. Dort war er unter anderem Technischer Leiter und meldete in dieser Funktion mehrere Patente für seine Erfindungen an. Gleichzeitig war er lange Jahre in der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft tätig und selbst in seinem Ruhestand reiste er als Funktionär der International Electrotechnical Commission (IEC) weiterhin um die Welt.

Über die Möglichkeit eines Legats für die ETH Zürich las Dr. Alfred Spälti zum ersten Mal in einem Artikel über den Unternehmer und ETH-Alumnus Branco Weiss. Kurz darauf rief Spälti bei der ETH Zürich Foundation an, um sich im persönlichen Gespräch über Fördermöglichkeiten im Rahmen seines Nachlasses zu informieren. Daraus entstand ein jahrelanges, gutes Verhältnis zwischen Herrn Spälti und der ETH Zürich Foundation. Besonders begeisterte ihn ein Besuch in demjenigen Labor, in welchem er während seines Elektrotechnikstudiums einst selbst geforscht hatte. Die ETH Zürich Foundation schätzt das grosse Vertrauen und die Verantwortung, die ihr Herr Spälti mit seinem Legat übertragen hat. Wie vom Verstorbenen gewünscht, werden mit dem neu eröffneten «Dr. Alfred und Flora Spälti Fonds» Wissenschaft und Technik unterstützt, insbesondere auf den Gebieten Elektrotechnik, Energieforschung inklusive Nukleartechnik, Nachrichtenübermittlung und Physik.