Hier schlägt die Zukunft

Die Entwicklung eines zuverlässig funktionierenden Kunstherzens wäre für Millionen von Menschen ein lebensentscheidender Durchbruch. Auch dank der Unterstützung durch eine Erbschaft forscht die ETH Zürich daran.

In einem einzigartigen Grossprojekt haben sich Forscherinnen und Forscher der ETH, der Universität und der universitären Spitäler in Zürich, der Empa und des Deutschen Herzzentrums Berlin zusammengeschlossen, um ein künstliches Herz zu schaffen, das seinem natürlichen Pendant möglichst nahekommt. Das Flagship-Projekt im Rahmen der «Hochschulmedizin Zürich» vereint rund zwanzig Forschungsgruppen aus Disziplinen der Medizin und der Ingenieurwissenschaften. Ein von Professor Wendelin Stark von der ETH Zürich geleitetes Teilprojekt wird durch eine Erbschaft gefördert.

Diese Förderung ist dringend nötig: Immer mehr Menschen leben mit einer schweren Herzschwäche. 26 Millionen sind es weltweit bereits. Weil nur die wenigsten von ihnen auf eine Organspende hoffen können, arbeiten Forscherinnen und Forscher aus aller Welt seit Langem an künstlichen Systemen, die das geschwächte Herz am Laufen halten. Doch die heute verfügbaren Kunstherzen haben viele Nachteile und sind mit dem Wunderwerk eines menschlichen Herzens nicht annähernd vergleichbar. Hier setzt das Projekt Zurich Heart an. Initiiert wurde es von Professor Volkmar Falk, heute ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin und Gesamtprojektleiter. Das ehrgeizige Ziel ist nichts Geringeres als ein Kunstherz, das seinem menschlichen Vorbild in Form, Beschaffenheit und Funktion nahezu entspricht.

 

Erbschaft ermöglicht Spitzenforschung
Das Doktorierendenteam unter Professor Wendelin Stark präsentierte einen vielversprechenden ersten Prototyp. Das weiche Silikonherz aus dem 3-D-Drucker erzeugte im Test einen kontinuierlichen Blutfluss. Der entscheidende Haken: Es hielt nur rund 3000 Schläge durch – was einer halben Stunde entspricht. Doch den Machbarkeitstest hat das Kunstherz damit bestanden. Dieser erste grosse Erfolg der Doktorierenden von Wendelin Stark auf dem Weg zum perfekten Kunstherzen hätte eine Frau besonders gefreut: Die Chemikerin Dorothée Wegmann. Mit ihrer Erbschaft zugunsten der ETH Zürich Foundation wollte sie Doktorierenden des Departements Chemie und Angewandte Biowissenschaften ermöglichen, herausragende Forschung zu betreiben.

 

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