Medizin und Datenwissenschaft künftige Schwerpunkte der ETH

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Schulleitung der ETH Zürich (Bild: Markus Bertschi/ETH Zürich)

10.02.2017 – In der Mitte ihrer ersten Amtsperiode trat die ETH-Schulleitung gestern vor die Medien, blickte zurück und gab einen Ausblick auf die strategischen Stossrichtungen der nächsten Jahre. Für die Hochschule haben insbesondere die Bereiche Medizin und Datenwissenschaft eine hohe Priorität. Initiativen wie der neue Bachelorstudiengang Medizin, neue Weiterbildungsprogramme oder die Wiederholung des Cybathlon im Jahr 2020 belegen, dass die ETH ihr Wissen noch direkter in den Dienst der Gesellschaft stellen will.


Medizin

Medizin ist eine Top-Priorität für die ETH. So sollen Studierende mit dem neuen Bachelorstudiengang Medizin in einer fundierten naturwissenschaftlichen Ausbildung von der Interdisziplinarität der ETH profitieren. Aber auch die intrinsisch motivierte Grundlagenforschung bleibt ein zentrales Thema. Sie ist laut ETH Basis für neue wissenschaftliche Erkenntnisse und bildet das Fundament für alle Innovationen, auf welche die Schweiz so dringend angewiesen ist.
Als emotional bewegendsten Moment seiner bisherigen Amtszeit bezeichnete der ETH-Präsident Lino Guzzella die Weltpremiere des Cybathlon im Oktober 2016 in Kloten, der 2020 erneut im Raum Zürich und nochmals unter der Regie der ETH Zürich stattfinden wird. Dieser Wettkampf für Menschen mit Behinderung, die technische Hilfsmittel einsetzen dürfen, gilt als wichtiger Treiber neuartiger und alltagstauglicher Assistenztechnologien.

Datenwissenschaft
Lino Guzzella betonte in seinen Ausführungen die zentrale Rolle der Datenwissenschaft und bezeichnete sie als einen der «Schlüssel zum wirtschaftlichen Fortschritt». Führend sei die ETH besonders im Bereich Informationssicherheit: «Mit ihrer Expertise wird die ETH wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie ‚Digitale Schweiz‘ des Bundesrates beitragen», zeigte sich der ETH-Präsident überzeugt.
Das Zurich Information Security Center (ZISC) hat sich mittlerweile als feste Grösse im Bereich Forschung, Technologietransfer und Cybersecurity etabliert. Dank der Unterstützung von externen Partnern konnte die ETH im vergangenen Jahr zudem das OpenLab lancieren, das einen intensiven Austausch mit der Industrie ermöglicht.
Die neue Medientechnologie-Inititative ist ein weiteres Beispiel für die wichtige Zusammenarbeit mit kompetenten Partner aus der Wirtschaft.

Im Kontext steigender Studierendenzahlen, eines weltweit verschärften Hochschulwettbewerbs um die besten Talente und begrenzter Bundesmittel wird es für die ETH auch immer wichtiger, neue Finanzierungsquellen – sprich Drittmittel – zu erschliessen. Ziel ist es, eine gut ausbalancierte Diversifikation der Finanzierungsmittel zu finden. Dabei ist eine vernünftige Grundfinanzierung durch den Bund jedoch auch zukünftig unverzichtbar.

 

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