Mobile Health (mHealth) – Den Doktor immer dabei

Das Smartphone für mobile Gesundheitsversorgung

Kein Arzt weit und breit, aber ein Smartphone ist da. Damit kann der fehlende Arzt wenigstens ein Stück weit ersetzt werden. Denn ergänzt mit einem geeigneten Sensor registriert das Smartphone wichtige Daten wie beispielsweise Blutdruck, leitet diese an das nächste Gesundheitszentrum weiter oder generiert sogar selbständig entsprechende Therapievorschläge. Die rasante Ausbreitung von Smartphones über den ganzen Erdball und auch in abgelegenen Gebieten fördert die sogenannte Mobile Health, bei der mobile elektronische Geräte für Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Forschung genutzt werden.

Hierzulande liegt das grösste Potenzial von Mobile Health darin, den Gesundheitszustand von älteren und chronisch kranken Personen zu überwachen und den Erfolg der angeordneten Behandlungen zu überprüfen.

Vieles spricht dafür, dass Mobile Health in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Damit Mobile Health jedoch die hohen Erwartungen erfüllen kann, sind auf verschiedenen Ebenen zusätzliche Anstrengungen notwendig. So braucht es zuverlässige, robuste und energieeffiziente Sensoren en miniature, die in ein mobiles elektronisches Gerät integriert werden können. Daneben müssen die automatische Interpretation der erhobenen Daten sowie die entsprechende Generierung von Therapievorschlägen verbessert werden. Auch im Hinblick auf die Qualitätssicherung der Daten, auf die Anwenderfreundlichkeit, Datensicherheit und Authentifizierung braucht es zusätzliche Forschungsarbeit.

Die ETH Zürich verfügt seit Oktober 2014 über eine Assistenzprofessur Mobile Health Systems. Nach Ablauf der Assistenzprofessur will die ETH Zürich Mobile Health im Rahmen der Reha-Initiative mit einer ordentlichen Professur an der ETH Zürich verankern.

Damit dies möglich wird, braucht es Ihre Unterstützung!