«Mir geht es um die ETH!»

Die Verbundenheit von Roland von Ballmoos mit der ETH ist bis heute gross – so gross, dass der promovierte Chemiker die ETH Zürich Foundation in seinem Testament berücksichtigt.

Als was für einen Typ Mensch würden Sie sich beschreiben?

ROLAND VON BALLMOOS – Ich bin jemand, der grosse Herausforderungen sucht. Wenn andere «das ist unmöglich!» sagen, spornt mich das nur noch mehr an. Meine Partnerin sagt manchmal: «Kannst du dich nicht mal zurücklehnen?» Nein, kann ich nicht, wenn ich etwas mache, dann voll und ganz – ich schlafe lieber nicht! (lacht) Diese Einstellung hat mich erfolgreich gemacht, sei es in meinem ersten Job bei Mobil Oil (heute ExxonMobil), sei es in meinen späteren Berufsjahren als Berater.

 

Welche Erinnerungen verbinden Sie heute noch mit der ETH?

ROLAND VON BALLMOOS – Das Studium und das Doktorat waren sehr hart. Ich habe nichts anderes gemacht als arbeiten, arbeiten, arbeiten. Höchstens ein gelegentlicher Skiausflug in die Berge lag drin. Ich war nicht der beste Student, Mathematik fand ich z.B. eher lästig. Aber die Arbeit im Labor lag mir.

 

Sie haben Jahrgang 1952 – weshalb haben Sie sich dazu entschlossen, bereits jetzt in einem Testament festzuhalten, was Ihnen für die Zukunft wichtig ist?

ROLAND VON BALLMOOS – Ich habe in meinem Leben auch Schicksalsschläge erlitten, mir nahestehende Personen verloren. Deswegen wollte ich mich zunächst gar nicht mit der ganzen Thematik befassen. Doch meine Partnerin sagte immer wieder zu mir, es sei wichtig, klare Verhältnisse zu schaffen. Womit sie natürlich recht hat.

 

Weshalb berücksichtigen Sie die ETH Zürich Foundation in Ihrem Testament mit einem Legat?

ROLAND VON BALLMOOS – Ohne die ETH wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Für mich war deshalb klar, dass ich die ETH Zürich Foundation in mein Testament aufnehmen möchte. Hinzu kommt, dass ich 15 Jahre in den USA gelebt habe und mir die philanthropische Tradition, etwas an seine Hochschule zurückzugeben, aus dieser Zeit vertraut ist. «Giving back» lautet das Motto.

Mir geht es um die ETH: Sie schlägt in den internationalen Rankings seit Jahren oben aus – das ist doch grossartig und muss so bleiben! Wenn ich an der ETH Anlässe wie Meet the Talent oder den Industry Day besuche, fühle ich mich jedes Mal darin bestätigt, dass mein Engagement für diese Hochschule wertvoll ist. Ich hoffe, damit andere zu inspirieren.

 

Sie sind sehr viel unterwegs – welche Projekte halten Sie dermassen auf Trab?

ROLAND VON BALLMOOS – Einerseits habe ich 2017 das Start-up CabinCracks gegründet. Mit unseren Programm-Managern und der Software wollen wir die Art und Weise, wie Flugzeugkabinen geplant und produziert werden, auf ein neues Level heben. Hier profitiere ich sehr davon, dass ich früher mit der Firma Lantal Textiles Luftkissen für Flugzeuge entwickelt habe. Diese Kissen kamen übrigens auch in Bertrand Piccards und André Borschbergs «Solar Impulse» zum Einsatz! Neben meinem Start-up sind Skifahren und Oldtimer eine grosse Leidenschaft von mir. Ich liebe es, um 5 Uhr früh Pässe zu fahren – und manchmal nehme ich auch an Rallyes teil!

 

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