Neue Wege wagen

Wie ein roter Faden zieht sich die Liebe zur Natur durch das Leben der ETH-Absolventin und -Gönnerin Bigna Salzmann. Um diese zu erhalten, brauche es innovative Ideen, gerade auch aus der ETH.

Wenn Sie an Ihr ETH-Studium zurückdenken, denken Sie an Wald. Wie kommt das?

BIGNA SALZMANN – Während meines Bachelors in Umweltnaturwissenschaften habe ich die Vertiefung «Wald und Landschaft» gewählt, da ist man viel draussen. Meine Master-Arbeit habe ich an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL und im Schweizerischen Nationalpark gemacht. So prägte der Wald meine Studienzeit. Umwelt und Natur haben mich aber schon als Kind sehr interessiert. Bereits als Mädchen habe ich eine Zeitschrift für Naturfreunde herausgegeben, die mein Vater für mich jeweils im Büro kopieren musste.

 

Weshalb unterstützen Sie die ETH-Exzellenz-Stipendien?

Die Herausforderungen der Zukunft können wir nur meistern, wenn wir Menschen, die Herausragendes leisten, den nötigen Freiraum für innovative Forschung geben. Denn diese Talente haben das Potenzial, wirklich Neues zu erschaffen. Auch mit Blick auf Start-ups finde ich das Thema Förderung zentral.

 

Was verbindet Sie heute noch mit der ETH?

Vor allem mein berufliches Netzwerk: Die Schweizer «Umweltszene» ist überschaubar. In meinem Berufsalltag begegne ich immer wieder ehemaligen Studienkolleginnen und Studienkollegen. Wenn ich fachlich nicht weiterkomme, ist das sehr hilfreich; ich kenne meist jemanden mit der nötigen Expertise, an die oder den ich mich wenden kann.

 

Inwiefern bauen Sie in Ihrem beruflichen Alltag auf Ihr ETH-Studium auf?

Als Senior Corporate Responsibility Manager bei der Swisscom habe ich den Geschäftskundenbereich im Thema Nachhaltigkeit beraten. Auch das Thema Klimaschutz habe ich verantwortet. Im Zuge der Initiative «Work Smart» habe ich mich zudem mit neuen  Arbeitsformen auseinandergesetzt. Heute beschäftige ich mich bei der Firma Freitag mit der sogenannten Circular Economy, also mit der Frage, wie Energie- und Materialkreisläufe geschaffen und das Wirtschaften somit ressourcenschonender gestaltet werden kann. Mein Studium hat mir für all diese Themen gute Grundlagen mitgegeben, aber in der Realität ist natürlich alles einiges komplexer als in der Theorie.

 

«Die Herausforderungen der Zukunft können wir nur meistern, wenn wir Menschen, die Herausragendes leisten, den nötigen Freiraum für innovative Forschung geben.»

 

Sie beschäftigen sich beruflich viel mit Zukunftsthemen – wie blicken Sie persönlich in die Zukunft, auch als Mutter zweier Kinder?

Ich habe eine sehr positive Grundeinstellung. Für Probleme lassen sich Lösungen finden. Teilweise geht es einfach auch darum, worauf man fokussiert: Statt zu sagen «Wir sollten nicht jeden Tag Fleisch essen», kann man sich an der Vielfalt vegetarischen Essens erfreuen. Oder: Wenn wir uns mehr zu Fuss oder mit dem Velo fortbewegen, muss dabei nicht der Verzicht aufs Auto im Vordergrund stehen, sondern wir können die Aufmerksamkeit auf den Gewinn an Bewegung lenken. Die tolle Ausbildung, die ich geniessen konnte, verstehe ich als Verpflichtung, auf positive Weise Lösungen aufzuzeigen, zu Hause wie im Beruf.

 

Herausragenden Nachwuchs fördern

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