Fondation Botnar spendet 100 Mio. für Spitzenforschung zum Wohl von Kindern und Jugendlichen weltweit

Gruppenfoto mit Peter Lenz, Andrea Schenker-Wicki und Lino Guzzella.

Peter Lenz, Stiftungsratspräsident der Fondation Botnar, die Rektorin der Universität Basel, Andrea Schenker-Wicki und ETH-Präsident Lino Guzzella legten heute den Grundstein für das Botnar Research Centre for Child Health. (Bild: Peter Hauck)

19.09.2018 – Die ETH Zürich und die Universität Basel haben heute gemeinsam das Botnar Research Centre for Child Health (BRCCH) in Basel gegründet. In diesem bringen sie hervorragende Wissenschaft und klinische Forschung aus verschiedenen Fachgebieten zusammen, um neue Methoden und digitale Innovationen für den weltweiten Einsatz in der Pädiatrie zu entwickeln. Das BRCCH wird durch einen Beitrag von CHF 100 Mio. seitens von Fondation Botnar (Basel) finanziert.

Die ETH Zürich und die ETH Zürich Foundation danken Fondation Botnar für ihr aussergewöhnliches Engagement zugunsten der Spitzenforschung und zum Wohl von Kindern und Jugendlichen.

Das BRCCH wird von der ETH Zürich und der Universität Basel getragen. Zum Netzwerk des Forschungszentrums gehören zudem Partnerinstitute wie das Universitäts-Kinderspital beider Basel und das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut in Basel. Das Forschungszentrum bündelt die Kompetenzen der beiden Hochschulen in Systembiologie und Medizin sowie in gesundheitsrelevanten Feldern von Life Sciences, Ingenieurwissenschaften, Sozialwissenschaften und Informationstechnologie. Mit seinen Arbeiten soll das Forschungszentrum dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, neue Behandlungsansätze zu entwickeln, Diagnosen und Wirkungsprognosen zu verbessern und finanziell tragbare Lösungen zu fördern. Ziel des BRCCH sind konkrete Resultate: «Wir wollen Wirkung für Kinder und Jugendliche erzielen», sagt Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel.

Transdisziplinärer Forschungsansatz

Im BRCCH arbeiten Grundlagenforschende, klinische Forschende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Gebieten Implementationsforschung, Gesundheitssysteme, Gesundheitsökonomie, Pädagogik, Ethik und Recht eng zusammen. Das BRCCH wird sich insbesondere auf vier Forschungsschwerpunkte innerhalb der Pädiatrie fokussieren: Diabetes, Infektionskrankheiten/Immunologie, Herz-Lungen-Erkrankungen sowie die Wiederherstellung von Körperfunktionen durch regenerative Chirurgie.

Im Vordergrund stehen dabei Ansätze mit Ausrichtung auf digitale und mobile Gesundheitslösungen sowie auf zellbasierte Therapien. „Es ist unser Ziel, wegweisende digitale Lösungen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln», sagt Prof. Dr. Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich. Der transdisziplinäre Forschungsansatz verbindet Medizin mit Datenwissenschaften und damit zwei Forschungsschwerpunkte der ETH Zürich. Rund ein Drittel aller ETH-Forschenden beschäftigen sich heute zumindest indirekt mit medizinischen Fragen. Dazu gehören auch immer häufiger Ingenieure, IT-Spezialisten und Naturwissenschaftler. Gemeinsam sind sie in der Lage, digitale Innovationen zu kreieren und die Medizin präziser und wirksamer zu machen.

Schwerpunktinvestition von Fondation Botnar

Die Finanzierung des BRCCH erfolgt über einen Beitrag von Fondation Botnar in Basel von CHF 100 Mio. je zur Hälfte an die ETH Zürich Foundation und an die Universität Basel. Die Zuwendung ist auf zehn Jahre verteilt. Fondation Botnar setzt sich für die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen in stark wachsenden Städten weltweit ein. Sie investiert in Lösungen, die digitale Innovationen mit Fokus auf künstliche Intelligenz einsetzen und fördern. «Kinder und Jugendliche sind wichtige Pfeiler der Gesellschaft. Wir möchten sie befähigen, ihr Leben erfolgreich zu gestalten und aktiv zu einer positiven Entwicklung beizutragen. Das BRCCH wird dazu viele neue Lösungen beisteuern», sagt Dr. Peter Lenz, Stiftungsratspräsident von Fondation Botnar. Das Engagement im BRCCH stellt für die 2003 gegründete Stiftung eine Schwerpunktinvestition dar. Das Forschungszentrum nimmt seine operative Tätigkeit Anfang 2019 in Basel auf und wird schrittweise aufgebaut.

Weitere Informationen: www.brcch.org; www.fondationbotnar.org

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